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Beratung am Standort

Hauptanliegen der Beratung ist es, Lösungen für schulbezogene, psychosoziale und pädagogische Herausforderungen zu finden. Die Beratungsangebote an der Martin-Bartels-Schule sollen Ratsuchenden die niederschwellige Möglichkeit bieten, sich im gemeinsamen Austausch mit Fragen und Problemen auseinanderzusetzen und individuelle Perspektiven zu entwickeln.

Ziel der Beratung ist die Entwicklung von Lösungsstrategien, die Verbesserung von Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit und das Festlegen von erreichbaren Zielen.


Folgende Themen können z.B. Anlass für eine Beratung sein:

  • Umgang mit der Sehschädigung/Blindheit und ggf. weiteren Beeinträchtigungen
  • Schullaufbahn, berufliche Bildungswege einschließlich der Berufswahlorientierung
  • Lern- und Erziehungsprobleme
  • Schulische Krisen
  • Soziale Kompetenz
  • Pubertät, Liebe und Streben nach Selbstständigkeit
  • Soziale Konflikte
  • Cybermobbing, Mobbing
  • Herausforderndes Verhalten
  • Kinderschutz
  • Familiäre Schwierigkeiten
  • Mobilität und Freizeitgestaltung

 

Beratung rund um die Sehbeeinträchtigung

Ein zentraler Beratungsinhalt betrifft alle Fragen hinsichtlich der Sehschädigung und des Umgangs damit. Folgende Aspekte stehen hier häufig besonders im Mittelpunkt:

  • Ausprägung und Folgen spezifischer Augenerkrankungen
  • besondere Erziehungsaspekte vor dem Hintergrund einer Blindheit oder Sehbehinderung
  • Wahrnehmungsprobleme und Entwicklungsverzögerungen
  • funktionales Sehvermögen
  • geeignete Sehhilfen
  • Möglichkeiten der unterschiedlichen Freizeitgestaltung sowie zum Aufbau und der Gestaltung sozialer Kontakte vor dem Hintergrund einer Blindheit oder Sehbehinderung
  • Leistungsansprüche im Bereich der Sozialversicherungssysteme und
  • Krankenkassen
  • Beratung/Vermittlung von O&M- und LPF-Training
     

Funktionales Sehen und schulische Hilfsmittelberatung

Unser Kollege Herr Zeun übernimmt zurzeit die Beratung im Bereich des funktionalen Sehens und der schulischen Hilfsmittelberatung.

Es können u.a. folgende Bereiche des funktionalen Sehens getestet werden:

  • Visus (Ferne, Nähe)
  • Vergrößerungsbedarf
  • Kontrastwahrnehmung
  • Farbwahrnehmung
  • Crowding-Effekt (Nahlesetest, Wimmelbilder)
  • Vis. Wahrnehmungsbereiche: Auge-Hand / Figur-Grund / Raum-Lage (Serialität, Explorationsverhalten)


Hilfsmittelerprobung:

  • Licht-/Beleuchtungsbedarf
  • Lupen
  • Monokulare
  • Lupenbrille (einfache Erprobung mit Vorhaltern)
  • Bildschirmlesegeräte / E-Lupen
  • Schriftgestaltung / Lineaturen
  • evtl. Stifte / Zirkel etc.


Nach der Testung bzw. Erprobung wird ein Bericht mit den Ergebnissen und Empfehlungen erstellt und an die zuständige Lehrkraft weitergegeben. Wenn möglich, werden Bildschirmlesegeräte, optische Sehhilfen, Leuchten sowie Lesepulte der Empfehlung entsprechend zur Erprobung im Unterricht zur Verfügung gestellt oder evtl. dauerhaft für die Klasse bereitgestellt.

Hinweis: Auch für Vorschulkinder und andere Kinder aus der Frühförderung ist eine Überprüfung und Beratung zum Funktionellen Sehen möglich. Ansprechpartner dafür ist Imke Niedernolte bzw. die bekannte Frühförderkraft.
 

Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeiterin Frau Bernard arbeitet seit Januar 2021 mit halber Stelle an der Martin-Bartels-Schule. Der Arbeitsbereich wurde neu installiert und wird stetig weiterentwickelt. Frau Bernard ist Diplom-Sozialarbeiterin, Systemische Therapeutin, Kinderschutzfachkraft nach §8a KJHG und hat langjährige (Kinderschutz-) Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Bereich Schule. Grundprinzipien ihrer Arbeit sind Teamarbeit, Ressourcenorientierung, Freiwilligkeit, Partizipation, Vertraulichkeit und besonders auch Transparenz allen Beteiligten gegenüber.

Gemäß dem Motto „Störungen haben Vorrang“ werden z. B. krisenhafte Situationen schnellstmöglich begleitet. Schnell, niedrigschwellig und vertrauensvoll ansprechbar zu sein ist von großer Wichtigkeit (Kontaktaufnahme direkt, per Mail, in den Sprechstunden oder per kurze Nachricht in den Briefkasten möglich). Ähnlich wie die Beratungslehrkräfte unterliegt die Schulsozialarbeiterin (bis auf Ausnahmen in Kindeswohlgefährdungsfällen) der Schweigepflicht. Ebenso wie bei den Beratungslehrkräften werden Dokumentationen über Beratungsabläufe separat zur Schulakte aufbewahrt.
 

Beratung für Schülerinnen und Schüler und Interessierte

Frau Herschel und Herr Höllwerth bieten zurzeit die Beratung für Schülerinnen und Schüler und an Beratung Interessierte (Eltern, Lehrkräfte) an. Die Beratung findet zu festgelegten Zeiten mehrmals in der Woche im Beratungsraum statt. Ebenso kann auch hier die Schulsozialarbeiterin Frau Bernard angesprochen werden.

Jede Beratungssituation erfordert individuelle Herangehensweisen. Hierbei sind zum Beispiel die unterschiedlichen Voraussetzungen der Ratsuchenden bezüglich Sprachverständnis, Kognition, soziale Kompetenz sowie funktionales Sehen zu berücksichtigen.

In der Durchführung der Beratung ist aus verschiedenen Methoden entsprechend den individuellen Fertigkeiten der Ratsuchenden eine passende auszuwählen und das Beratungsangebot dementsprechend zu adaptieren.

Besonders häufig werden in der Beratung Themen wie soziales Miteinander, herausfordernde Verhaltensweisen und familiär bedingte Belastungsfaktoren thematisiert.

Die wichtigsten Informationen für Schülerinnen und Schüler sowie die Kontaktdaten der Ansprechpartner sind in einem Flyer zusammengefasst. Hier geht es zum Flyer (PDF).
 

Verbindungslehrer:in

Der aktuelle Verbindungs- oder Vertrauenslehrer unserer Schule ist Herr Höllwerth. Er ist für die Schülerinnen und Schüler Ansprechpartner, wenn es Anliegen mit Lehrkräften oder der Schulgemeinschaft gibt. Darüber hinaus können alle schulischen oder auch privaten Inhalte mit dem Vertrauenslehrer besprochen werden.

Der Vertrauenslehrer steht im engen Kontakt mit der Schülervertretung der Klasse und Schule. In regelmäßigen Abständen finden Treffen statt, in denen aktuelle schulische Belange und Wünsche der Schülerinnen und Schüler thematisiert und weitergeleitet werden.

Der Vertrauenslehrer hat auch eine schulinterne Lotsenfunktion, indem er zum Beispiel direkt an andere Ansprechpartner verweisen kann. Er ist somit wichtiges Bindungsglied zwischen Schülerschaft und Kollegium.
 

Beratung zur Schullaufbahn

Der Beratung und Unterstützung von Übergängen im schulischen und vorschulischen Kontext kommt an der Martin-Bartels-Schule einer ganz besonderen Bedeutung zu. Unser System ist geprägt von einer hohen Flexibilität und Durchlässigkeit. Unser Ziel ist es stets, gemeinsam mit allen Beteiligten für das Kind oder den Jugendlichen die möglichst optimalen Förderbedingungen und einen passenden Lernort zu ermitteln.

Schulwechsel von der Allgemeinen Schule zur Förderschule oder umgekehrt können je nach Bedarf und Notwendigkeit nach intensiver Beratung häufig auch innerhalb des Schuljahres realisiert werden.
 

Beratung zur Studien- und Berufswahlorientierung (StuBo)

In Klasse 8 startet im Rahmen von KAOA-STAR (kein Abschluss ohne Anschluss – Schule trifft Arbeitswelt) auf dem Weg der Berufsorientierung die prozessorientierte Begleitung der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Die Begleitung erfolgt durch die Klassenleitung in Zusammenarbeit mit dem StuBo-Team und den Kooperationspartnern.

Das StuBo-Team an der Martin-Bartels-Schule besteht derzeit aus Frau Beckmann, Frau Herschel und Frau Schöttler. Kooperationspartner sind der Integrationsfachdienst (IFD), die Agentur für Arbeit, das LWL-Berufskolleg Soest und der LWL. Darüber hinaus gibt es das Netzwerk „Qualitätszirkel Berufsorientierung“ der Förderschulen Sehen NRW.

Ein Ziel der schulischen Arbeit ist die Hinführung zur Ausbildungsreife. Neben Fähigkeiten wie Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Frustrationstoleranz ist das Sehen in vielen Berufen von besonderer Bedeutung. Dadurch wird unserer Schülerschaft der Zugang zu einer Vielzahl von Berufen erschwert oder verschlossen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler einerseits zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu führen und ihnen andererseits Informationen über alternative Berufswege zu vermitteln sowie Unterstützung bei der Kompensation ihrer Sehbeeinträchtigung zu bieten.

Die StuBo-Beratungstätigkeit umfasst folgende Bereiche:

  • Berufswahldiagnostik mit praktischen Elementen und Auswertung
  • praktische Erprobung in der Arbeitswelt
  • Übergang Schule → Berufskolleg/Ausbildung/Beruf/Werkstatt
  • Netzwerktreffen zur Abstimmung über aktuelle Maßnahmen der Berufsorientierung

 

Beratungskurse (Gruppenangebote)

Einige regelmäßig angebotene Kurse im Rahmen der Gruppenangebote bieten Beratung zu verschiedenen Themen.

Beratungsinhalte

a) für Lehrkräfte der Allgemeinen Schule sowie Schulbegleitung:

  • Informationen zu Auswirkungen von Sehschädigungen im Unterricht (u.a. Erfahrungen sammeln durch Simulation)
  • Funktion und Einsatzmöglichkeiten von Hilfsmitteln im Unterricht
  • Veranschaulichung grundlegender methodisch-didaktischer Anpassungen von Arbeitsmitteln
     

b) für Eltern:

  • Beratung für Eltern zukünftiger Erstklässler:innen bezüglich:
    • verschiedener Möglichkeiten der Förderung im Förderschwerpunkt Sehen
    • Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des Gemeinsamen Lernens
    • eigener Unterstützungsmaßnahmen für das Kind
  • Informationen zu Auswirkungen von Sehschädigungen im Unterricht (u.a. Erfahrungen sammeln durch Simulation)
  • Funktion und Einsatzmöglichkeiten von Hilfsmitteln (im privaten Umfeld und im Unterricht) sowie deren Beantragung
  • Umgang mit der Sehschädigung: eigenes Akzeptieren der Sehschädigung des Kindes, Selbstständigkeitserziehung des Kindes, Unterstützungsmöglichkeiten bei dessen Identitätsfindung
  • Rechtliche Informationen z.B. zum Schwerbehindertenausweis, zu möglichen Hilfen bei Behinderung / Pflegestufe, zum Orientierungs-& Mobilitäts-Training, zum Training von Lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Informationen zu Selbsthilfegruppen und Vereinen


c) Für Schülerinnen und Schüler:

  • Funktion und Einsatzmöglichkeiten von Hilfsmitteln (im privaten Umfeld und im Unterricht)
  • Freizeitgestaltung (z.B. in den Bereichen Sport, Musik, Kunst)